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Das Bauchhirn bei Menschen und Tieren |
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Geschrieben von Dr. Peter Schneider
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Sonntag, 19. Februar 2006 |
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Seite 1 von 3 Das zweite Gehirn im Bereich des Darmes funktioniert als Mittler zwischen materieller, vital-energetischer und emotionaler Ebene. von Dr.Dr.Peter Schneider http://www.pferdemedizin.com Werden Menschen gefragt, wo Gesundheit, Emotion und Intuition am besten zu orten sind, zeigen sie meistens auf ihren Bauch. Seit vielen Jahrhunderten wird außerdem von vielen Menschen berichtet, dass sie ihre Entscheidungen in erster Linie aus dem Bauch heraus treffen. Seit wenigen Jahren liegt nun auch der moderne naturwissenschaftliche Beweis dafür vor, dass der Bauch ein wichtiges Nervenzentrum, das sog. Bauchhirn, beherbergt.
Das Bauchhirn, das auch zweites Hirn, Darmhirn oder wissenschaftlich enterisches Nervensystem (ENS) genannt wird, ist ein unabhängiges Nervensystem. Es ist in die Wand des Darmes von Menschen und Tieren eingebettet und arbeitet nahezu unabhängig vom Zentralnervensystem (ZNS). Mit 100 Millionen Nervenzellen enthält das Bauchhirn mehr Nerven als die Wirbelsäule. Es enthält seine eigenen sensorischen Neurone, Interneurone und Motorneurone. Auffallend ist seine starke funktionelle und strukturelle Ähnlichkeit mit dem Haupthirn im Schädel. Eine ausführliche Beschreibung des Bauchhirns findet sich in der Ausgabe Nr. 11, 2000, der Zeitschrift GEO. Bereits im Jahr 1907 beschrieb der amerikanische Arzt Byron Robinson in seinem Buch "The Abdominal and Pelvic Brain", S. 123-126, das Bauchhirn folgendermaßen (aus der Internetseite http://www.meridianinstitute.com ): "In mammals there exist two brains of almost equal importance to the individual and race. One is the cranial brain, the instrument of volitions, of mental progress and physical protection. The other is the abdominal brain, the instrument of vascular and visceral function. It is the automatic, vegetative, the subconscious brain of physical existence. In the cranial brain resides the consciousness of right and wrong. Here is the seat of all progress, mental and moral ... However, in the abdomen there exists a brain of wonderful power maintaining eternal, restless vigilance over its viscera. It presides over organic life. It dominates the rhythmical function of viscera.... The abdominal brain is a receiver, a reorganizer, an emitter of nerve forces. It has the power of a brain. It is a reflex center in health and disease.... The abdominal brain is not a mere agent of the [cerebral] brain and cord; it receives and generates nerve forces itself; it presides over nutrition. It is the center of life itself. In it are repeated all the physiologic and pathologic manifestations of visceral function (rhythm, absorption, secretion, and nutrition). The abdominal brain can live without the cranial brain, which is demonstrated by living children being born without cerebrospinal axis. On the contrary the cranial brain can not live without the abdominal brain...." Auf Grund der zahlreichen Erkenntnisse über das Bauchhirn hat sich in den letzten Jahren eine eigene medizinische Disziplin etabliert, die Neurogastroenterologie. An Tieren wurden die neuralen Kontrollmechanismen der gastrointestinalen Funktionen intensiv durch die Arbeitsgruppe von Prof. Schemann an der Tierärztlichen Hochschule Hannover erforscht. Auf Grund seiner Forschungsergebnisse kam Schemann zu der Erkenntnis: „Das Darmhirn fühlt“. Das zweite Hirn erledigt somit noch viel mehr als die eigentliche Verdauungsarbeit; es ist ein Garant für das Überleben von Leib und Seele. Es ist eine Quelle von psychisch hoch aktiven Substanzen, wie Serotonin, Dopamin, Opiaten und Benzodiazepinen. Der Bauch nährt das erste Gehirn auf vielfältige Weise; andererseits ist der messbare Informationsfluss vom ZNS zum Bauchhirn vergleichsweise gering.
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 26. Februar 2006 )
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